Altstadtschule Oberkirch

ILEB

Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung

 

Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen Beeinträchtigungen in folgenden Entwicklungsbereichen, die sehr individuell und unterschiedlich ausgeprägt ausfallen:                          

- im Wahrnehmungsbereich (auditiv, visuell, taktil)

- im Bereich der Grob- und Feinmotorik

- in der Konzentration und Aufmerksamkeit

- im Bereich der Merkfähigkeit (Kurz- und Langzeitgedächtnis)

- im Bereich der Anstrengungsbereitschaft (Arbeitsdauer)

- im Bereich der Intelligenz (Auffassungs- und Denkvermögen)

 

Als Förderschule ist es unser spezieller Bildungs- und Erziehungsauftrag, unseren Schülerinnen und Schülern ein größtmögliches Maß an Aktivität und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Als bedeutsames Wesensmerkmal sonderpädagogischen Handels hat sich die Aufgabe bzw. das Arbeitsinstrument ILEB (Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung) entwickelt. Ausgangspunkt ist das einzelne Kind mit seiner gesamten Persönlichkeit und individuellen Lerngeschichte. Durch den Einsatz der strukturellen Instrumente Diagnostik, kooperative Förderplanung, individuelle Bildungsangebote, Leistungsfeststellung und Dokumentation wird professionelles sonderpädagogisches Handeln auf fachlich-inhaltlicher und organisatorisch-struktureller Ebene an unserer Altstadtschule möglich.

Diagnostik verstehen wir in unserem Schulkonzept als prozesshaft, interdisziplinär und im dialogischen Austausch mit allen am Kind beteiligten Lern- und Erziehungsbegleitern. Dabei nutzen wir sowohl standardisierte Verfahren sowie auch informelle Beobachtungen (z.B. in Schul- und Unterrichtssituationen) als Informationsquelle. Ergebnis ist ein differenziertes „Stärke-Schwächeprofil". Dieses wird zweimal im Schuljahr vom Klassenlehrer in der Schülerakte dokumentiert.

Bei der Kooperativen Förderplanung an der Altstadtschule vereinbaren alle am System beteiligten Partner (Lehrer, Eltern, evtl. auch außerschulische Therapeuten bzw. der Schüler selbst) im Halbjahr gemeinsam Bildungs- und Erziehungsziele. Die sich aus dem Gespräch ergebenen schulischen und außerschulischen Maßnahmen werden auf dem Formular „Kooperative Förderplanung" in der Schülerakte festgehalten und führen zur Erstellung von individuellen Bildungsangeboten.

Individuelle Bildungsangebote für das einzelne Kind beinhaltet die konkrete Umsetzung der besprochenen Ziele und Maßnahmen. Im Curriculum der Altstadtschule Oberkirch sind Lern- und Handlungsfelder vereinbart, in denen Schülerinnen und Schüler an ihren Potenzialen und Schwächen arbeiten können. Ebenso bieten wir unserer Schülerschaft differenzierten Unterricht, Fachunterricht, Einzelförderung, Lesekurse/ Lesepaten, Mittagsangebot mit Hausaufgabenbetreuung sowie die Teilnahme an AGs und Praktika.

Leistungsfeststellung an der Förderschule soll individuell am Schüler orientiert erfolgen. Informelle und standardisierte Verfahren ergänzen wir durch gezielte Beobachtungen der Problemlösefähigkeiten und Lernstrategien des Schülers. Profil AC nutzen wir an unserer Schule als ein Instrument, mit dem vorhandene Kompetenzen in verwendungsbezogenen Situationen erkannt und rückgemeldet werden können. Die individuelle Leistungsbeurteilung wird durch Berichte, Noten und erläuternde Gespräche mit Eltern bzw. auch mit dem Schüler selbst zweimal im Jahr (oder bei Bedarf mit zusätzlichen Terminen) durch den Klassenlehrer transparent gemacht.

Dokumentationen über die Lernausgangslage, den aktuellen Entwicklungsstand sowie über die getroffenen Fördermaßnahmen macht die individuelle Lern- und Entwicklungsbiographie eines Schülers nachvollziehbar.

 

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